Das Schweizer Holzbauunternehmen ERNE AG Holzbau hat für OLIV Architekten eine Führung über die Baustelle von TRIDEA in München-Bogenhausen organisiert. Auf dem ehemaligen Siemensgelände am Denninger Anger entsteht bis 2028 ein Gebäudeensemble aus zwei Hochhäusern und einem Verbindungsgebäude.
Beim Besuch der Baustelle des TRIDEA Projekts durften wir hautnah miterleben, wie Massivbau und Holzhybrid bei einem Hochhausprojekt dieser Dimension zusammenwirken. ERNE ist dabei als Produzent der Holzhybriddecken tätig und liefert und montiert dafür rund 1239 vorgefertigte Elemente. Besonders beeindruckend war für uns das Tempo: Die Elemente werden vorgefertigt angeliefert und lassen sich dadurch in hoher Stückzahl und deutlich schneller montieren als in klassischer Bauweise. Auf der Baustelle selbst schützt zudem ein durchdachtes Wind- und Witterungsschutzkonzept die Arbeiter sowie die Bauteile, ein wichtiger Faktor bei einem Hochhausprojekt dieser Höhe. Vor Ort haben wir gesehen, wie präzise Holzhybridbauweise in diesem Maßstab funktioniert. Für uns als Büro sind solche Einblicke besonders wertvoll, denn wir planen und bauen selbst in Holzhybridbauweise.
Bemerkenswert ist die Kombination der Bauweisen: Der 100 Meter hohe Turm entsteht in Massivbauweise, der 60 Meter hohe Turm und das Verbindungsgebäude in Holzhybridbauweise. Das ist technisch anspruchsvoll und in Deutschland noch keine Selbstverständlichkeit. Wir konnten live miterleben, wie sich ein Unternehmen für ein Projekt dieser Größe aufstellt. Das Großprojekt TRIDEA ist eine Meisterleistung im vollen Umfang. Investorin ist die Bayerische Versorgungskammer, Projektentwickler ist STRABAG Real Estate. Die Architektur stammt von David Chipperfield Architects.
Danke an Philipp Walter und Sebastian Schleith von ERNE für den Blick hinter die Kulissen!