Mitten in der Münchner Innenstadt, wo Tradition und Moderne aufeinander treffen, haben wir das Foyer des Palais am Jakobsplatz neu definiert. Der klassische Gestaltungsanspruch des Gebäudes findet im Entree nun seinen verdienten Höhepunkt, in welchem sich Tradition und Moderne miteinander vereinen.
Palais am Jakobsplatz
- Jahr: seit 2024 – 2026
- Kategorie: Interior Design
- Nutzung: Büro, Business
-
Mehr Details
Leistungen
Innenausbau
Foyer und Aufzugsvorräume in einem Bürogebäude
LP 1 - 8
Nutzungen
Büro
Standort
Obernager, München
Brutto-Geschossfläche
ca. 250 m²
Auftraggeber
Commerz Real AG
Standort und Kontext
Entworfen von Hilmer und Sattler prägt das Eckgebäude den Oberanger aus dem Jahr 2004 durch seine klar gegliederte Natursteinfassade und klassische Anmutung. Über die Singlspielerstraße leitet es still und unbemerkt zur lebendigen Sendlinger Straße. Die vertikal gegliederte Fassade zeigt sich dem Betrachter in seiner Detailausbildung und Proportionen hochwertig und fein differenziert.
Gestaltungskonzept und Materialien
Das Entree komplettiert den klassischen Gestaltungsanspruch der Fassade mit seiner vertikalen Gliederung im Inneren auf selbstverständliche Weise.
Die Wände sind mit fein profilierten StoDeco-Elementen verkleidet, die eigens für dieses Projekt angefertigt wurden. Sie bestehen aus Verolith, einem mineralischen Werkstoff auf Basis vulkanischen Perlits. Die vertikale Ausrichtung des Werkstoffes strukturiert die Oberflächen mit seinen Geraden und Schwüngen gekonnt.
Die sorgfältig abgestimmten Materialien und Farben harmonieren mit dem Außenauftritt des Gebäudes. Der Detailierungsgrad der Fassade findet im Inneren seine Entsprechung.
Eine im Boden eingelassene Intarsie aus Messing zeugt von handwerklichem Anspruch unserer Architektur. Sie zieht sich als feine, geschwungene Linie durch den Raum und führt den Besucher.
Lichtgestaltung
Eine zentrale Lichtvoute signalisiert den Raummittelpunkt und illuminiert ihn unaufdringlich und zurückhaltend.
Der zweigeschossige Luftraum im Eingang empfängt den Besucher mit einer Andeutung von geschwungenen Wänden und einem verspielten, handgefertigten Leuchtenensemble der Bolle Chandelier von Giopato & Coombes.
Orientierung und Einheit
Der Weg durch das Haus ist klar und einladend. Die Signaletik gibt Orientierung: Eine Wand aus satiniertem Glas platziert sich zentral und leicht sichtbar.
Erforderliche Fluchtwege sind verborgen im gesamtheitlichen Gestaltungsprinzip integriert. Der Treppenraum liegt hinter einer unsichtbaren Tapetentür. Anforderungen durch den Brandschutz werden aufwändig in das Design einbezogen.
Gestaltungselemente des Entrees ziehen sich über die bestehenden Aufzüge in alle Etagen: Neue Aufzugsportale, gezielte Ausbesserungen und runde Leuchten wie im Foyer tragen die Gestaltungsidee von Etage zu Etage und machen das Haus zu einer Einheit.
Hell und klar gegliedert öffnet sich das Gebäude über sein Entree nach außen und vermittelt ruhige Eleganz. Es greift die Tradition der Münchner Altstadt auf, ohne sich der Moderne zu verwehren. Das Interiordesign erstreckt sich über alle Geschosse hinweg, der hohe Gestaltungsanspruch des Gebäude wird wieder als Ganzes erlebbar.